Amt Föhr-Amrum und Föhrer Ärzteschaft nutzen Kiel-Besuch zur Übergabe eines Offenen Briefes an SH-Gesundheitsministerin Prof. Dr. von der Decken

Amt Föhr-Amrum, den 06.​10.​2026

Am 6. Oktober nutzten Amtsvorsteherin Heidi Braun, Amtsdirektor Christian Stemmer und Dr. med. Immo Borth einen kurzfristig anberaumten Termin in Kiel, um der SH-Gesundheitsministerin Prof. Dr. Kerstin von der Decken einen Offenen Brief zu überreichen. Hierin äußerten sie ihre Bedenken zu der geplanten Umstrukturierung der Inselklinik Föhr-Amrum per 01.01.2028 vom Status eines Grundversorgers in eine sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtung (süV).

 

 Übergabe des Offenen Briefes im Kieler Ministerium: Staatssekretär Dr. Olaf Taurus, Manfred Ueckermann (mdl), Gesundheitsministerin Prof. Dr. Kerstin von der Decken, Amtsvorsteherin Heidi Braun, Amtsvorsteher Christian Stemmer und Dr. med. Immo Borth (v.l.) (Foto: AmtFA Andreas Hansen) 

Übergabe des Offenen Briefes im Kieler Ministerium: Staatssekretär Dr. Olaf Taurus, Manfred Ueckermann (mdl), Gesundheitsministerin Prof. Dr. Kerstin von der Decken, Amtsvorsteherin Heidi Braun, Amtsdirektor Christian Stemmer und Dr. med. Immo Borth (v.l.) (Foto: AmtFA Andreas Hansen)

 

„Als Verwaltung sind wir für die Daseinsvorsorge zuständig“, sagte Amtsdirektor Christian Stemmer. „Uns wurde gesagt, dass Zahlen, Daten und Fakten für die Einstufungen entscheidend seien. Dann muss unsere demografische Entwicklung mit unserer älter werdenden Gesellschaft und die hohe touristische Frequention mit ins Kalkül gezogen werden. Eine verlässliche Notversorgung ist essenziell.“

 

Dr. Immo Borth, der seit über 20 Jahren auf der Insel im Rettungsdienst und als niedergelassener Arzt tätig ist, fügte hinzu: „Wir brauchen das kleine Rettungskrankenhaus rund um die Uhr mit einem Internisten, einem Chirurgen, einem Anästhesisten und dem Zugriff auf die Radiologie.“

 

SH-Gesundheitsministerin Prof. Dr. Kerstin von der Decken war die geschilderte Problematik nicht neu: „Wir verstehen Ihre Sorgen. Zunächst einmal kann ich sagen, dass der Fortbestand der Inselklinik gesichert ist. Unser Ziel ist eine stabile Erstversorgung 24/7, wo auch über Nacht jemand stationär aufgenommen werden kann, wenn es anders nicht möglich ist. Jedoch nicht allein über die Klinik. Es wird anders sein. Aber wir werden einen Weg finden. Da ist ein Zusammenspiel von kassenärztlicher Vereinigung, Klinik, Rettungsdienst und den niedergelassenen Ärzten notwendig.“

 

Amtsvorsteherin Heidi Braun fasste den Termin wie folgt zusammen: „Es ist gut, dass wir heute die Gelegenheit hatten, unsere Sorgen und Ängste zu äußern. Es ist noch nichts in Stein gemeißelt. Nun müssen wir gemeinsam in Folgegesprächen die Eckpunkte einer zukünftigen tragfähigen Lösung erarbeiten. Wir sind nicht mit irgendeiner Region auf dem Festland vergleichbar. Es bedarf einer besonderen Lösung für unsere besondere Insel“.

 

Der nächste Gesprächstermin ist für den 18.11.2026 in Wyk festgelegt, zu dem u.a. Staatssekretär Dr. Olaf Taurus aus Kiel anreisen wird.

 

Hier eine Kopie des übergebenen Offenen Briefes an die Gesundheitsministerin:

 

 Kopie des übergebenen Offenen Briefes an die Gesundheitsministerin 

 

Bild zur Meldung: (Abb.: AmtFA)