Wyk auf FöhrWyk auf Föhr - Südstrand
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Wyk auf Föhr

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Hafendeich 17
25938 Wyk auf Föhr

Telefon (04681) 74700

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.wyk.de

Wyk auf Föhr ist die einzige Gemeinde des Amtes Föhr-Amrum mit Stadtrechten, die sie seit dem Jahre 1910 besitzt. Als eigenständige Gemeinde wird Wyk auf Föhr urkundlich seit Mitte des 17. Jahrhunderts erwähnt und bestand damals nur aus wenigen Häusern, deren Bewohner in der Hauptsache vom Fischfang lebten.

Mit der Gründung des Seebades im Jahre 1819 begann ein neuer, entscheidender Abschnitt in der Geschichte der Stadt. Ärzte und Gäste hatten die heilklimatischen Vorzüge der Insel in der Nordsee erkannt, was seinen Niederschlag bald auch in steigenden Gästezahlen fand. In der so genannten "Königszeit" in den Jahren 1842 bis 1847 erlebte Wyk durch die Sommeraufenthalte des dänischen Königs Christian VIII. eine besondere Blütezeit.

Großbrände zerstörten 1857 und 1869 weite Teile der Wyker Altstadt und führten zur Bildung der Freiwilligen Feuerwehr. 1885 wurde die Wyker Dampfschiffs-Reederei gegründet, die heute mit ihrem modernen Schiffspark die größte Reederei an der schleswig-holsteinischen Westküste ist.

1898 errichtete der Schwabe Dr. Gmelin im damals noch nicht bewohnten Südteil der Gemarkung Boldixum das Nordsee-Sanatorium. Dies war die Initialzündung für den raschen Aufbau des Ortsteils Südstrand, der nach der Eingemeindung Boldixums seit 1924 zu Wyk gehört. Vorausschauende Stadtväter sorgten für umfangreiche Anpflanzungen, die heute als grüne Bänder die Ortsteile durchziehen. Ein weiterer Schwabe, Dr. Haeberlin, war ab 1902 die treibende Kraft beim Aufbau des später nach ihm benannten Friesen-Museums.

Die Weltwirtschaftskrise und die Zeit des Nationalsozialismus warfen ihre Schatten auch über Föhr. Die Auswirkungen des 2. Weltkrieges hielten sich in Grenzen. In den Jahren 1945 bis 1947 fanden viele Vertriebene aus den Ostgebieten in Wyk eine - oftmals nicht nur vorübergehende - Zuflucht. Hierdurch stieg die Einwohnerzahl von 2.824 (1939) auf zeitweise über 6.000 (1947).

In den Zeiten des allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwunges nach dem 2. Weltkrieg wurde von öffentlicher und privater Seite kräftig investiert, um im wieder zunehmenden touristischen Wettbewerb zu bestehen. Nur einige Beispiele seien hier genannt: Ausbau der Straßen 1950 bis 1965, Vollkanalisation und Kläranlage ab 1954, Hafenumgestaltung und -erweiterung in mehreren Phasen für den zunehmenden Personen-, Güter- und Kfz-Zustrom, Kurmittelhaus 1957 mit mehrfachen Anpassungen an die gestiegenen Anforderungen, Meerwasserhallen-Brandungsbad 1970 mit dessen Umgestaltung zum Familienbad AquaWyk 1995.

In das neue Schul- und Sportzentrum am Rebbelstieg zogen 1977 die Realschule mit Hauptschulteil und 1981 das Gymnasium ein. 1984 wurde das neue Rathaus bezugsfertig und ist seit Januar 2007 Sitz des neu geschaffenen Amtes Föhr-Amrum. Das alte Feuerwehrgerätehaus am Heymannsweg wurde Jugendzentrum, nachdem die Feuerwehr 1992 in ihr neues Gebäude am Rebbelstieg umgezogen war.

Als jüngste kommunale Großbaumaßnahme wurde im Sommer 2007 nach etwa zweieinhalb-jähriger Bauphase die neue 2,6 km lange Promenade fertig gestellt. Die Anknüpfung an den Hafen wird durch die Umgestaltung von Sandwall und Königstraße in eine noch attraktivere Flaniermeile in den Jahren 2007 bis 2009 geschaffen.

Die Stadt Wyk auf Föhr verfügt unter www.wyk.de über eine eigene Internetpräsenz.


Aktuelle Meldungen

Internet-Auftritt: Wyk präsentiert sich in neuem Look

(09. 06. 2021)

Ab sofort ist die neu gestaltete Internetseite der Stadt Wyk im Netz. Die alte, schon lange nicht mehr zeitgemäße Homepage war bereits vor einiger Zeit abgeschaltet worden. „Wir wollen unseren Online-Auftritt schlicht und übersichtlich gestalten und legen besonderen Wert auf die Bedienerfreundlichkeit“, sagt Wyks Bürgermeister Uli Hess.

Einheitliche Darstellung

Mit Erfolg: Nach der von dem Föhrer Grafikbüro Bickel realisierten Runderneuerung kommt die neue Seite benutzerfreundlich und übersichtlich daher und mit „Responsive Webdesign“ ermöglicht eine aktuelle Technik, dass Inhalte auf unterschiedlichen Endgeräten einheitlich dargestellt werden.

Aufgeräumtes Kachel-Design

„Unser Ziel ist, die Stadt Wyk positiv darzustellen, und wir glauben, dass der neue Internetauftritt mit seiner klaren Struktur gut angenommen wird“, ist der Wyker Bürgermeister überzeugt. Tatsächlich punktet die Startseite mit einem aufgeräumten Kachel-Design. Aktuelle Meldungen finden sich hier ebenso wie Informationen zu den Projekten der Stadt. Und auch die Möglichkeit, online Strandkörbe zu buchen, ist nur einen Klick entfernt.

Übersichtliche Gestaltung

Ebenso übersichtlich gestaltet sich das gesamte Menü. Ob Stadt- und Seebadgeschichte, städtische Eigenbetriebe sowie soziale und kulturelle Einrichtungen, Infos über politische Gegebenheiten, Satzungen und Verordnungen oder Wissenswertes für Touristen: Alles ist so angeordnet, dass die Anwender mit wenigen Klicks zum Ziel gelangen. Zudem findet der Nutzer unter dem Punkt „Wo finde ich was?“ eine Auswahl wichtiger Institutionen und Dienstleister.

Angebot wird sukzessive erweitert

Noch ist die neue Homepage im Erweiterungsmodus: Sukzessive werden weitere Inhalte dazukommen. Die Stadt Wyk hat derzeit eine Fülle von Projekten in der Planung, zu denen zeitnah ausführliche Informationen veröffentlicht werden. Und auch besondere historische Ereignisse sollen gewürdigt werden und auf der neuen Webseite ihren Platz finden.

[Stadt Wyk auf Föhr]

Foto zur Meldung: Internet-Auftritt: Wyk präsentiert sich in neuem Look
Foto: Die neue Internetpräsenz der Stadt

Vorerst kein Fischmarkt

(08. 06. 2021)

Schon 2020 mussten Einheimische wie Gäste Corona-bedingt auf den Fischmarkt verzichten. Dass das beliebte Event, das in der Saison jeden Sonntagmorgen bis in die Nachmittagsstunden unzählige Besucher auf die Ostkaje des Innenhafens lockt, auch 2021 (noch) nicht stattfindet, wurde Anfang Juni in einer Versammlung der Standplatzinhaber einstimmig beschlossen.

Zu hohe Kosten

Leicht fiel die Entscheidung nicht, denn nach der Landesverordnung sind Veranstaltungen wie der Fischmarkt möglich. Allerdings wären die umfangreichen Vorgaben mit Kosten verbunden, die von den Marktbeschickern zu tragen wären und deren Höhe eine wirtschaftliche Durchführung des Marktes ausschließt.

Hoffen auf weitere Öffnungsschritte

Die Hoffnung ruht nun auf weiteren Öffnungsschritten mit annehmbaren Auflagen. Dann soll kurzfristig über die Durchführung des Fischmarktes noch in dieser Saison entschieden werden. Hierfür wäre ein Vorlauf von rund zwei Wochen ausreichend.

Foto zur Meldung: Vorerst kein Fischmarkt
Foto: Ein Bild aus besseren Tagen: Fischmarkt-Fans müssen sich noch gedulden. Foto Peter Schulze

In Wyk: Parken mit der Handy-App

(01. 06. 2021)

Autofahrer in Wyk können ihre Parkscheine auf dem Parkplatz am Fähranleger ab Juni auch mit dem Smartphone lösen.

 

„Mit dem digitalen Parken schaffen wir eine komfortable Alternative zum Bezahlen mit Münzgeld am Parkautomaten“, sagt Rochus von Stülpnagel, Werkleiter des städtischen Liegenschaftsbetriebes. „Am 2. Juni gehen wir in den Probebetrieb sodass spätestens ab 15. Juni scharf geschaltet ist. Verläuft der Test auf dem Hafenparkplatz erfolgreich, planen wir, das Parken per App auf das gesamte Stadtgebiet auszuweiten.“

 

Kooperationspartner ist das Unternehmen Parkster. Es vermarktet Lösungen zur Parkraumverwaltung für Städte und Gemeinden, Tourismusverbände, Immobilienbewirtschafter und Parkraumbetreiber sowie Modelle für Unternehmen zur Parkgebührenabrechnung von Außendienst- und mobilen Mitarbeitern. Nach der Gründung 2010 in Schweden ist Parkster seit 2018 mit einer Tochtergesellschaft auch auf dem deutschen Markt aktiv.

So funktioniert das Smartphone-Parken

Der Autofahrer benötigt für das Lösen eines digitalen Parkscheins die Parkster-App auf seinem Smartphone. Diese ist für Android-Geräte (Google Play) und das iPhone (App Store) kostenlos erhältlich. Für den Parkvorgang gibt der Autofahrer in der App Kennzeichen und Parkdauer ein. Vorteil: Mit dem Handy kann die Parkzeit im Rahmen der Höchstparkdauer verlängert werden. Kommt der Pkw-Besitzer früher zu seinem Fahrzeug zurück, beendet er den digitalen Parkschein vorzeitig und spart so unnötige Parkgebühren. Zudem enthält die App in Wyk auch die klassische „Brötchentaste“: Autofahrer können für schnelle Besorgungen ein Gratisticket für 30 Minuten lösen.

Transparent und kundenfreundlich

„Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, digitales Parken möglichst einfach, transparent und kundenfreundlich zu machen“, sagt Elin Keim, Chief Operating Officer bei der Parkster Deutschland GmbH. Sie betont, dass mit der digitalen Lösung keine höheren Tarife anfallen. „Wer privat mit der App parkt, bezahlt dafür das Gleiche wie am Parkautomaten. Darüber hinaus bieten wir dem Autofahrer in der App kostenpflichtige Zusatzdienste wie ein gemeinsames Familienkonto an.“

 

Die Eingabe sensibler Kontodaten in der App ist nicht erforderlich. Bezahlt wird per Rechnung oder mit Kreditkarte. Der Autofahrer erhält hierzu per Post oder E-Mail eine monatliche Rechnung, die detailliert seine Parkvorgänge auflistet. Der Autofahrer kann festlegen, ob er diese Rechnung per Mail (kostenfrei, voreingestellt) oder per Post (2,99 Euro inkl. MwSt. pro Rechnung) erhalten will. Um von E-Mail- auf Postrechnung umzustellen, loggt er sich unter https://www.parkster.de/login in sein Benutzerkonto ein.

 

Und wie wird der digitale Parkschein kontrolliert? Die kommunale Verkehrsüberwachung kann alle über die Parkster-App gelösten Parkscheine in Echtzeit einsehen. Deren Mitarbeiter sehen also bei jedem Fahrzeug sofort, ob ein Ticket gelöst wurde und ob dieses noch gültig ist.

Über Parkster

Parkster ist innovativer Full-Service-Anbieter im Bereich Digitales Parken. Das Unternehmen ermöglicht es Autofahrern, Parkgebühren mit dem Smartphone minutengenau und auf Rechnung zu bezahlen. Parkster wurde 2010 im schwedischen Lund gegründet, zählt heute zu den zehn am schnellsten wachsenden schwedischen Unternehmen in Europa und vermarktet seine Lösungen seit 2018 auch in Deutschland. 2019 erhielt Parkster für den erfolgreichen Marktstart den Schwedischen Unternehmenspreis in der Kategorie „Newcomer“. Parken mit der Parkster-App ist heute in über 250 deutschen Städten und Gemeinden verfügbar.

Foto zur Meldung: In Wyk: Parken mit der Handy-App
Foto: Bild von planet_fox auf Pixabay

Vierbeiner am Strand: Wichtige Regeln für Hundehalter

(27. 05. 2021)

Keine Frage: Hunde sind auf Föhr und Amrum willkommen. Deren Halter allerdings sollten sich an die Regeln halten. Dass dies häufig nicht der Fall ist, zeigen etwa in Wyk zahlreiche Beschwerden, die sich in jüngster Zeit häufen.


Vor diesem Hintergrund weist das Ordnungsamt erneut darauf hin, dass nach dem Landesnaturschutzgesetz an den Badestränden in der Zeit vom 1. April bis zum 31. Oktober ein Mitnahmeverbot für Hunde herrscht. Ausnahmen sind hier die eigens ausgewiesenen Hundestrände. Doch insbesondere die Strandkorbwärter sind häufig die Leidtragenden, wenn es gilt, entschleunigte Urlauber auf die Regeln hinzuweisen. Aggressionen und unschöne Worte sind hier längst nicht nur die Ausnahme. Häufig herrscht Unverständnis darüber, dass die Halter mit ihren Vierbeinern nicht nach Belieben an den Strand gehen können und stattdessen die Hundestrände aufsuchen müssen.


Klare Regeln

Dabei ist das Regelwerk klar: DiBild von Michel van der auf Pixabaye Badestrände sind in der Saison für Hunde Tabu, in der Zeit vom 1. November bis zum 31. März ist deren Mitnahme hier erlaubt. Ganzjährig austoben dürfen sich Hunde auf den Hundestränden. In diesen gesonderten Bereichen muss der beste Freund des Menschen in Wyk angeleint werden, in den übrigen Gemeinden gilt an den Hundestränden keine allgemeine Leinenpflicht. Wie überall sollten auch hier Rücksichtnahme, Respekt und Toleranz beachtet werden.


Leinenzwang besteht unter anderem auch in der Fußgängerzone, bei kulturellen Veranstaltungen oder öffentlichen Versammlungen. Gleiches gilt in Waldgebieten und das Nationalparkgesetz schreibt eine ganzjährige Anleinpflicht auf Deichen und im Watt vor. Grundsätzlich gilt, dass Hunde so zu halten und zu führen sind, dass von Ihnen keine Gefahr ausgehen kann.


Das Amt Föhr-Amrum hat auf seiner Homepage Hinweise für Hundehalter bereitgestellt. Tipps für Herrchen und Frauchen finden sich zudem auf den Seiten der Föhr Tourismus GmbH, der Amrum-Touristik und beim Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein.

[Tipps für Hunde und HundehalterInnen]

[Urlaub mit dem Hund]

[Amrum mit Hund]

[Hunde auf den Deichen und im Nationalpark]

Foto zur Meldung: Vierbeiner am Strand: Wichtige Regeln für Hundehalter
Foto: Bild von Ulrike Mai auf Pixabay

Innenministerium fördert die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Wyk mit 750.000 Euro

(07. 05. 2021)

Das Innenministerium fördert die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Wyk mit 750.000 Euro. Das gab Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack heute (07. Mai 2021) in Kiel bekannt.

 

Das Feuerwehrgerätehaus wird von der Freiwilligen Feuerwehr genutzt, deren Mitgliederinnen und Mitglieder ehrenamtlich alle Aufgaben einer Feuerwehr übernehmen – von Brand- und Katastrophenschutz bis zur Brandschutzaufklärung. Durch die Erweiterung der Aufgaben für die Feuerwehr sei die Anschaffung neuer Fahrzeuge erforderlich geworden, heißt es in einer Pressemitteilung des Innenministeriums. So gehören nun auch die Integration als "Ölwehr" in den Katastrophenschutz, die Einbindung in die Wasserrettung und das System "First Responder", also der qualifizierten Ersthilfe als ein zusätzliches Glied in der Rettungskette zu den neuen Aufgaben.

 

"Mit der Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses wird die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr in Wyk nachhaltig gesichert und der Brandschutz auf der Insel Föhr gestärkt. Ich freue mich, dass die Freiwillige Feuerwehr weiterhin unter guten Bedingungen ihren Aufgaben nachkommen kann", erklärte Sütterlin-Waack in Kiel.

Zusätzliche Stellplätze und weitere Umbauten

Durch die Erweiterung des Gebäudes werden zwei zusätzliche Stellplätze geschaffen und weitere Umbauten durchgeführt. Damit wird das derzeitige Gebäude aus dem Jahr 1990 an die neuen Anforderungen angepasst. Der Umbau war nötig geworden, da Änderungen an den Ausstattungsvorschriften sowie technische Weiterentwicklungen die Maße der Fahrzeuge erheblich vergrößert haben. Dadurch hat sich der Fahrzeugbestand erheblich verändert und erweitert. Außerdem wird eine räumliche Trennung für private Kleidung und die Einsatzkleidung geschaffen.

Erweiterung ist Teil des Ortsentwicklungskonzeptes

Das Land unterstützt das Projekt im Rahmen der „Ortskernentwicklung“ aus Mitteln der gemeinsam mit dem Bund finanzierten "Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK). Bewilligungsbehörde ist das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR). Die zuwendungsfähigen Gesamtkosten betragen rund eine Million Euro. Die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses ist als Schlüsselprojekt Bestandteil des Ortsentwicklungskonzeptes der Gemeinde, das unter Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger des Ortes erarbeitet wurde.

Foto zur Meldung: Innenministerium fördert die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Wyk mit 750.000 Euro
Foto: Bild von Ingo Kramarek auf Pixabay

BUND-Projekt: Neue Lebensräume für Insekten

(19. 04. 2021)

Mit dem Projekt „Blütenmee(h)r für Föhr“ verfolgt der Föhrer Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) seit Januar 2021 das Ziel, öffentliches und privates Grün naturnah zu entwickeln und Lebensräume für Insekten herzustellen. Dieses Ziel zu verwirklichen, arbeitet Projektleiterin Angela Ottmann eng mit dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) zusammen, der im Mai 2020 das Projekt „Blütenbunt-Insektenreich“ ins Leben gerufen hatte. Auf Föhr wird Ottmann von der Stadt Wyk unterstützt, Angebote kamen zudem von drei Eigentümern privater Flächen in Borgsum, Goting und Oevenum. „Ich freue mich, dass es jetzt in Wyk losgeht. Vielleicht kommen auch noch Flächen in den anderen Gemeinden dazu“, hofft Ottmann, auch die Bürgermeister auf Föhr-Land für das Projekt zu begeistern.

 

1000 Quadratmeter große Fläche am Flugplatz


Der Föhrer BUND begleitet das Projekt fachlich, die Vorbereitung und Einsaat wie auch die Pflege der Flächen in Wyk übernimmt die Gärtnerei des städtischen Eigenbetriebes Grün-Bau. „Wir wollen das Prozedere im Sinne ökologischen Handelns verändern, damit die Flächen zu einem Erlebnis für die Bevölkerung werden“, betonte Wyks Bürgermeister Uli Hess bei einem Ortstermin mit Angela Ottmann sowie Norma Kujath und Wiebke Schönberg vom DVL auf der 1000 Quadratmeter großen Fläche des Regenauffangbeckens am Wyker Flugplatz.

 

Uli Hess,  Wiebke Schönberg, Norma Kujath, Angela Ottmann (v.l.) begutachten die Bodenqualität auf dem Gelände am Flugplatz. Foto: Stadt Wyk/Peter Schulze


Es ist der zweite Anlauf, nachdem die Stadt bereits 2018 begonnen hatte, Pflanzen auszusäen, die Bienen und anderen Insekten nützlich sind. Der Versuch scheiterte seinerzeit an einem heißen und trockenen Sommer. Nun der Neustart: Bei Uli Hess traf Angela Ottmann auf offene Ohren und der Gärtnerei-Vorarbeiter Finn Schäfer traf eine Flächen-Vorauswahl, zu der auch das Regenauffangbecken gehört. Standort und Bodenbeschaffung seien hier ideal, sagte Angela Ottmann: „Die Fläche ist geschützt, sonnig, und hat die Grundvoraussetzung für einen mageren Boden, den Wildblumen mögen.“

 

Nicht alle Standorte geeignet


Dreizehn mögliche Standorte hatte Finn Schäfer vorgeschlagen, von denen in dieser Projektphase nicht alle berücksichtigt werden. „Einige Flächen sind nicht geeignet, weil der Standort nicht optimal ist, andere benötigen eine längere Vorbearbeitungszeit, etwa weil der Boden zu humushaltig ist oder Arten wie Quecke oder Brennnessel dominieren“, erläutert die BUND-Mitarbeiterin.

 

Projekt dient auch der Umweltbildung


Das Areal neben der Kartbahn ist mit rund 1000 Quadratmetern das größte. Rund 2000 Quadratmeter Fläche werden es allein in Wyk am Ende sein, kündigte Ottmann an. Die weiteren Bereiche: Viehwaage und Sperrgutbasar, Haus Töft (Boldixumer Straße), Feuerwehrgerätehaus (Rebbelstieg), BUND (Strandstraße), Nieblumstieg (Fußweg Richtung Kortdeelsweg) und Hamburger Ring/Berliner Ring. Dazu kommen drei Bereiche mit insgesamt gut 1200 Quadratmetern auf Föhr-Land. Zu den geplanten Maßnahmen gehören unter anderem die Anpflanzung von Schattenbeeten, Staudeninseln oder Kräuterrasen, die dafür sorgen sollen, dass sich Insekten künftig wohlfühlen. „Die Flächen werden vom BUND und Grün-Bau intensiv betreut und bearbeitet. Dazu kommt ein Monitoring und Infotafeln sollen angebracht werden, denn wir verbinden mit dem Projekt auch Umweltbildung“, so Ottmann.

 

Norma Kujath vom DVL auf der Fläche am Fußweg Nieblumstieg Richtung Kortdeelsweg. Foto: BUND/Angela Ottmann


Einen Tag lang war die BUND-Mitarbeiterin mit den DVL-Projektleiterinnen Wiebke Schönberg (Projektgebiete: Segeberg, Pinneberg und Steinburg) und Norma Kujath (Nordfriesland und Dithmarschen) auf Föhr unterwegs, um die Flächen zu begutachten. „Für die Einsaat kommen unterschiedliche Mischungen zum Einsatz, die den jeweiligen geologischen Voraussetzungen gerecht werden. Durch die heutige Begehung können wir auswählen, welche Mischung sich für welche Fläche eignet“, erläuterte Norma Kujath. „Wir nutzen die klassischen Wildpflanzen, die hier früher viel gefunden wurden und nach und nach immer seltener in der Landschaft geworden sind.“


Wer nach kurzer Zeit sichtbare Erfolge erwarte, werde allerdings enttäuscht, warnte Wiebke Schönberg. „Das sind Ansprüche, die kann man bei solchen Wildsaaten nur schwer erfüllen.“ Und auch Angela Ottmann warb um Geduld: „Einige Saaten entwickeln sich erst nach einigen Jahren, erst dann kommt die bunte Vielfalt zum Vorschein.“

 

[BUND Inselgruppe Föhr]

[Deutscher Verband für Landschaftspflege]

Foto zur Meldung: BUND-Projekt: Neue Lebensräume für Insekten
Foto: Ortstermin: Uli Hess, Angela Ottmann, Norma Kujath und Wiebke Schönberg am Regenauffangbecken am Wyker Flugplatz. Foto: Stadt Wyk/Peter Schulze

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